Wer Kinder in der Schule hat, weiß wie problematisch die Situation vor den Schulen und auf dem Weg dahin ist. Zu viele Eltern bringen ihre Kinder aus vermeintlich sicherheitsbedingten Gründen mit dem PKW zur Schule. Jedoch ist die Situation mehr als gefährlich für die Kinder: schwer einsehbare Verkehrssituationen vor den Schultoren, kurzzeitig auf dem Gehweg parkende Elterntaxis und teils gefährliche Aussteigevarianten für die Schülerinnen und Schüler.

Wenngleich die Problematik an allen Grundschulen vergleichbar ist, braucht es individuelle Lösungen für jede einzelne Schule. Mit unserer Initiative möchten wir das Bezirksamt auffordern, eine Arbeitsgruppe zu installieren, die sich in enger Zusammenarbeit mit den Schulgemeinschaften um nachhaltige Maßnahmen für sichere Schulwege insbesondere vor den Grundschulen einsetzt.

Dafür wollen wir, dass jeweils nahegelegene Grundschulen einladen und über mögliche Maßnahmen beraten werden. Dazu könnten bspw. gehören:

  • eine Entschleunigung des Kfz-Verkehrs (sog. Berliner Kissen, Dialog-Displays, Street-Buddys)
  • die Schaffung von sicheren Querungsanlagen (Gehwegvorstreckungen, Fußgängerüberwege, Sperrflächenmarkierungen)
  • die Anordnung einer sog. temporären Schulstraße zwischen 7:30-8:15 Uhr in enger Koordination mit der Schule
  • die Etablierung des Projekts „Berliner Tausendfüßler“ in enger Koordination mit der Elternschaft.

Ulrike Kipf, schulpolitische Sprecherin der Fraktion dazu: „Schülerinnen und Schüler müssen als schwächste Mitglieder im Straßenverkehr besonders geschützt werden! Wir wollen, dass sie gut und gesund zur Schule kommen. Wir sind sehr froh, dass unser zuständiger Stadtrat Aykal das Thema Schulwegsicherheit sehr ernst nimmt. Das zeigt sich auch daran, dass das Bezirksamt zwei neue Stellen für Fußverkehrsplaner*innen geschaffen hat, von denen eine den Fokus auf die Schulwegsicherheit legen wird. Wir werden die Schulen darin unterstützen.“