Warum ich dieses Buch geschrieben habe
Ich habe dieses Buch geschrieben, weil mich die Entwicklung in unserem Land nicht loslässt.
Deutschland wirkt auf mich müde. Der Ton ist rauer geworden, das Vertrauen brüchiger, viele Menschen fühlen sich überfordert, nicht gesehen oder politisch nicht mehr mitgenommen. Gleichzeitig habe ich den Eindruck, dass wir zu oft nur noch reagieren, verwalten und streiten, anstatt gemeinsam zu gestalten.
Meine Erfahrungen in der Kommunalpolitik haben diesen Blick geschärft. Ich habe erlebt, wie nah Politik am Alltag der Menschen ist — bei Schulen, Verwaltung, Verkehr, sozialen Fragen, Vereinen und Nachbarschaften. Ich habe aber auch erlebt, wie gute Ideen an Zuständigkeiten, Parteigrenzen, Routinen und Wahlzyklen scheitern können.
Dieses Buch ist deshalb aus Sorge entstanden, aber nicht aus Resignation. Ich wollte verstehen, warum so vieles schwerfällig geworden ist und weshalb ein starkes Land oft kleiner von sich denkt, als es müsste.
Vor allem wollte ich zeigen: Deutschland ist nicht verloren. Aber es braucht mehr Ehrlichkeit, mehr Gemeinsinn und mehr Mut zur Veränderung. Wir müssen Zukunft nicht nur ertragen. Wir können sie gestalten.
Deutschland kann mehr ist mein persönlicher Appell, wieder genauer hinzusehen, einander ernster zu nehmen und demokratische Verantwortung nicht nur als Aufgabe der Politik zu verstehen, sondern als gemeinsame Haltung.